Montag, 22. Februar 2016

Von Rennern und Ladenhütern

Die letzten Tage habe ich morgens immer einen exklusiven Blick auf ein Bäckerauto werfen können. Also so eines, das rumfährt und Backwaren mobil verkauft. Und dabei  eines festgestellt: Es waren immer die gleichen Dinge, die als erstes aus waren. Und die gleichen, von denen immer etwas (wenn nicht sogar alles) übrig blieb. Jeden Tag. Ich kann inzwischen Wetten darauf annehmen.

Das hat mich zu einigen Fragen und Anregungen veranlasst. Und ich möchte Ihnen empfehlen, dass Sie sich die Fragen auch in Bezug auf Ihr Arbeitsgebiet stellen. Vielleicht ergeben sich ja interessante Erkenntnisse daraus.

  • Lernt der Bäcker eigentlich? Mein GMV (gesunder Menschenverstand) sagt mir doch hier, dass es besser wäre, sich auf die Rennerprodukte zu konzentrieren und diese auszubauen, statt Ladenhüter zu produzieren (ich will ja nicht sagen, dass letztere im Wagen bleiben, bis sie steinhart sind, also muss der Bäcker doch überzählige Produkte irgendwann wegwerfen?!). Wieso sind wir manchmal so betriebsblind? Vielleicht wäre eine externe Sicht gelegentlich hilfreich, wenn wir es nicht selbst schaffen?
  • Ist das überhaupt kundenorientiert? Was kann Ihre internen oder externen Kunden wirklich begeistern? Was ärgert sie, wenn Sie es nicht haben oder leisten können?
  • Was sind Ihre Rennerprodukte? Also was für Informationen, Dienstleistungen, Produkte oder auch nur Tätigkeiten werden ständig nachgefragt?
  • Ist das jetzt Ihre Kernkompetenz, worin Sie besonders gut sind, oder eher Beiwerk? Das wäre natürlich toll. Oder ist es etwas, das Sie machen (oder meinen machen zu müssen), aber das nur wenig Nutzen erzeugt? Dann sollten Sie das näher analysieren und reduzieren!
  • Wie steht es mit Ihren Ladenhütern? Was machen Sie oder was können Sie, was aber keine Nachfrage erfährt? Sind Sie damit auf Ihrer Stelle noch richtig oder glücklich?
Bei alledem geht es zunächst einmal um Selbstreflexion. Also ein ständiges Nachdenken darüber, was passiert und was ich anders machen könnte, um die Situation, mein Verhalten und meine Gefühle zu verbessern. Danach kommt die Veränderung.

Wer sich das nicht zu eigen macht, gerät gern in einen Teufelskreis von Unzufriedenheit, Getriebensein und ewigem Jammern, wie schlecht alles doch ist. Aber wer will das schon? Sie und ich bestimmt nicht!

Mein Tipp für alle, die etwas ändern wollen: Coaching öffnet Horizonte!

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