Montag, 9. April 2012

Mitarbeitermotivation und Pausenlicht


Kürzlich saß ich mit Mitarbeitern eines Unternehmens im Pausenbereich als um 12:15 Uhr die Beleuchtung anging. Automatisch. Jeden Tag. Es war heller Sonnenschein. Die Mitarbeiter erzählten, sie hätten schon mehrere Verantwortliche auf diese Verschwendung hingewiesen, aber es sei nichts passiert. Jetzt nehmen sie es einfach hin. Wie stark sind sie wohl motiviert ihr Bestes für das Unternehmen zu geben?

Wo liegt das Problem? Führungskräfte sind es gewohnt mit großen Zahlen, Projekten und Problemen umzugehen. Priorität haben die Dinge, die viel Ertrag oder Produktivität abwerfen. Tausende, hunderttausende oder sogar Millionen Euro gehen regelmäßig durch ihre Hände. Was ist da schon ein Pausenlicht das für einige Euro im Jahr umsonst brennt?

Ein Pausenlicht, das viel bewirkt. Weil es gegen den Gerechtigkeitssinn der Mitarbeiter geht. Weil es in ihrer Welt eine Rolle spielt. Zuhause würden sie es nämlich ausschalten. Und wenn durch diese Sache nur einige Dabeisitzende demotiviert werden, kann es schnell um viele Tausend Euro gehen.

Mein Tipp: Vergessen Sie bei aller Priorisierung die kleinen Dinge nicht, die Mitarbeiter demotivieren können. Achten Sie auf Hinweise, die Sie erhalten und setzen Sie sie um. Ihre Mitarbeiter werden dann bei Sparprogrammen eher hinter ihnen stehen, weil sie wissen, dass Sie auch mit kleinen Dingen verantwortungsvoll umgehen.

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